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#0009: Goldmans Säcke voll Giftmüll

Wenn es stimmt, was diverse Fachblätter so berichten, dann sind die Typen bei Goldman Sachs und Paulson die wahren Könige aller Rabauken… Hier eine grobe Anleitung für den perfekten Streich:

1. Wir füllen zusammen mit ein paar Hedgefonds-Kumpeln eine Papiertüte voll mit absolut stinkendem Bockmist. Irgend so eine fiese Mixtur aus kritischen Wohnimmobilien und anderem explosivem Dung. Der Inhalt soll so richtig schön giftig und instabil sein, darum schnipseln wir handverlesene Risikopapiere unter die brodelnde Mischung…

2. Auf die Tüte mit der Drecksuppe kleben wir ein schickes Goldman Sachs -Logo, damit niemand Verdacht schöpft. Muss richtig teuer und gewinnbringend aussehen. Dann schreiben wir “Abacus 2007-AC1″ drauf und drücken es mit besten Empfehlungen unseren Kunden in die Hand. Wir behaupten auch, dass wir selber dieses Päckchen ganz ganz toll finden und jeder eins haben sollte. Die Kunden sind total begeistert und geben uns ganz viel Geld dafür.

3. Als nächstes wetten wir kichernd mit unseren Kumpels um Geld, dass den Idioten das Tütchen gnadenlos durchsuppt und sie sich ekelig einsauen. Dann haben wir nicht nur was zu lachen, sondern verdienen auch nochmal richtig viel Kohle mit der Wette. Wir selber wären freilich nie so blöd gewesen, so eine Tüte in die Hand zu nehmen. Aber das können die Kunden natürlich nicht wissen.

4. Damit keines unserer Opfer später böse mit uns ist, schieben wir irgend so eine Vermögensverwaltung und ein paar Angestellte vor, denen wir die Schuld geben können. Muss ja keiner wissen, wer genau hinter der ganzen Geschichte steckt.

5. Wenn uns nachher trotzdem so eine Behörde wie die SEC blöd kommt, von wegen Betrug und so… Wir stellen uns einfach selbst als Leidtragende hin: Wir haben als Organisation schließlich eher Geld verloren als gewonnen und die Kunden haben wir ja auch alle brav informiert, dass sie Scheiße in Tüten kaufen. Naja, irgendwie… Und zu guter Letzt sind wir nicht die einzigen, die solche Streiche spielen – das machen alle anderen auch. Ätsch! Außerdem mussten wir dieses Jahr mehrfach Milliardenbeträge (!) an Boni für unsere Mitarbeiter auszahlen. Uns geht’s also eigentlich richtig schlecht. Darum sind auch die staatlichen Hilfszahlungen so wichtig. Logisch, oder? Und jetzt her mit der Staatshilfe!

Irgendwie glaub’ ich nicht, dass man denen auf absehbare Zeit den Hintern versohlt…

Das liegt auch an den Politikern, die ihnen keine klaren Regeln setzen. Da versagt also schon das Elternhaus im Ansatz. Warum schickt RTL nicht mal die Supernanny hin? Ich find rüpelnde Finanzinstitute schlimmer als Kinder, die auf Betten rumhüpfen, mit Essen werfen und Erwachsene beschimpfen.

Selbst wenn sich die amerikanische Börsenaufsicht mit ihrer Klage durchsetzt – diese Sorte Finanz-Fieslinge bleibt auf freiem Fuß und heckt bald neue Streiche aus.

Das Ganze kann man übrigens auch analogiefrei nachlesen bei der FAZ. Schön außerdem der Beitrag von John Stewart zum Thema

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